Eifrig,
aufgeschlossen, unvoreingenommen die Bibel studieren
von Magdalena Schotten
Viele Menschen haben eine große Scheu davor, die Bibel zu
studieren. Gründe dafür gibt es viele. Es macht ihnen Angst, sie langweilen
sich, sie finden die Begebenheiten unverständlich usw ...
Diese Bedenken sind Hindernisse und der Widersacher will im Grunde auf
diese oder ähnliche Art und Weise, das kostbare Wissen ausreißen und das
Gesäte nicht zur Wirkung kommen lassen. Markus 4, 15 bestätigt dies:
"... wenn das Wort gesät wird und sie es gehört haben kommt sogleich der
Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät war." Deshalb sollte man
sich über diese Bedenken hinwegsetzen und unbeirrbar weitermachen wie in Apg.
17, 11-12 die Beröer: "Diese aber waren freundlicher als die in
Thessalonich; sie nahmen das Wort bereitwillig auf und forschten täglich in
der Schrift, ob sich's so verhielte."
Wie nun kann das tägliche Bibellesen sinnvoll und erfolgreich sein? Hierzu
einige Hinweise.
Beten, Lesen, Nachdenken,
Lernen, Anwenden, Beten.
In dieser Reihenfolge kann man sich z.B. an dieses Vorhaben
heranwagen.
Am Anfang steht das Gebet. Eine Möglichkeit, Gott im Gebet zu bitten, dass
er einen leiten möge für die gegebene Situation die passenden, hilfreichen
Passagen in seinem Wort, der Bibel, zu finden. Bitten sie Gott im Namen Jesu,
ihnen zu helfen, dass sie das, was sie lesen und was Gott ihnen zeigen will
auch verstehen. Seien sie demütig, aber auch mutig und erwartungsvoll in
seiner Gegenwart und Nähe.
Lesen sie die entsprechende Bibelpassage und auch die Vorgeschichte und das
was sich der Passage anschließt. Es ist wichtig, dass sie die Verse im
Zusammenhang erfassen.
Denken sie über das Gelesene nach. Führen sie sich die Hauptschwerpunkte vor Augen. Seien sie
offen und aufnahmebereit für Gottes Wort.
Fragen sie, was soll mir klargemacht oder offenbar werden in diesen Versen
über Gottes und Jesus Wesensart und über das Wirken von Gottes Geist? Welche Erkenntnisse
bekomme ich über mich selbst und meine Lebenssituation? Gibt es Beispiele
oder Warnungen zu beachten oder Versprechen, auf die ich bauen kann? Was kann
ich Wertvolles und Gutes lernen? Was erwartet Gott und Jesus Christus von
mir, welche Gedanken, Worte oder Aktionen?
Wenden sie diese guten Vorsätze in ihrem Leben an - bei der Arbeit, zu
Hause, in der Schule, in Gemeinschaft mit anderen Menschen. Gebrauchen sie
das, was sie gelernt haben, um Jesus ähnlicher zu werden. "Denn alle
Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur
Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, daß der Mensch Gottes
vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt", 2. Timotheus 3,
16-17.
Beten sie nochmals und beziehen sie die Punkte, die sie gelernt haben, in
ihre Gebete ein. Danken sie Gott für seine Liebe und Güte. Bringen sie ihre
Sünden vor Gott. Bitten sie um Vergebung. Denken sie im Gebet auch an die
Bedürfnisse anderer.
Ein erbauendes und hilfreiches Bibelstudium beschwingt und gibt Kraft.
Danach können wir Gott wieder mit mehr Freude dienen.
Hausgemeindetreff
Magdalena Schotten